Vestibulitis Syndrom

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    • Vestibulitis Syndrom

      Hallo zusammen

      Ich bin 30 Jahre alt und leide seit 8 Jahren unter dem Vistibulits Syndrom. Das heisst begonnen halt alles mit Scheidenpilz diesen hatte ich 6 Jahre lang chronisch jeden Monat. Ich hatte alles versucht wirklich alles um den Pilz los zu werden irgendwann hatte ich dann das Problem wirklich gelöst.

      Nur das Vestibulitis Syndrom habe ich immer noch. Die Schmerzen beim GV gehen einfach nicht weg, ich habe alles versucht. Mein Arzt riet mir dan Botox zu spritzen, nur dieser Versuch ist mir ehrlich gesagt zu heikel. :( Irgendwann hatte ich keine Motivation mehr um ständig von Arzt zu Arzt zu rennen und ich habe mich mit diesem "Leiden" abgefunden. Nun bin ich wieder dabei das ganze neu aufzunehmen. Evtl gibt es in der Zwischenzeit ja etwas gegen die Schmerzen?

      Ist diesbezüglich sonst noch jemand betroffen udn weiss evtl was man hier noch alles tun kann?
    • Ich habe die schmerzen beim eindringen sowie bei der bewegung durch den partner. Die diagnose wurde von mehreren ärzten gestellt sowie die genaue lage vom schmerz. Der schmerz ist genau nach dem scheideneingan und hat die form von einem dreieck. Es schmerzt nach dem gv meistens 1-2tage! Medikamente nehme ich keine versuchen tu ich es mit betäubungssalbe excipial lidocain 5% das geht nicht schlecht aber löst die ursache nicht.
    • Entschuldige, wenn ich nachhake, aber heißt das Du hast ohne Sex keine Schmerzen? Wie konnten die Ärzte die Lage so genau lokalisieren? Ist Deine Haut auch allgemein Wund und gereizt oder nur durch den Sex?

      Ich weiß, das könnte hier viele langsam nerven, aber immer wenn ich von Schmerzen nur beim Sex, und dann halt danach durch die Reibung und Reizung hören, dann denke ich an Vaginismus. Ich weiß, das ist für viele ein rotes Tuch. Aber ich muss es einfach betonen: Es gibt Vaginismus, bei dem man zwar Sex haben kann, der tut halt nur höllisch weh, weil der Beckenbodenmuskel unwillkürlich und unbewusst die Vagina so verengt, dass die Haut unnatürlich gequetscht und gerieben wird (das ist übrigens auch für den Partner unangenehm). Dass diese sich dann erst ein paar Tage wieder erholen muss, ist ja ziemlich klar. Botox wird übrigens auch bei Vaginismus angewendet, es lähmt ja den Muskel, ist aber auch nicht immer sofort von Erfolg gekrönt.

      Und Antonia, klar ist es super, wenn man von Ärzten ernst genommen wird. Aber was ist eigentlich, wenn die Diagnose falsch ist? Und ihr wurde ja Vestibulitis diagnostiziert und nicht Vaginismus. Oder habe ich da was nicht mitbekommen? Bei Vaginismus gibt es viele Behandlungsmethoden, spezielle Übungen, die helfen, den Beckenboden zu spüren, ein Gefühl dafür zu bekommen, und gegen die Verspannung anzugehen (eine gute Autorin ist da Claudia Amherd). Biofeedback ist auch interessant, aber vielleicht gar nicht nötig. Es gibt auch spezielle Dialotoren-Sets mit denen man selbst üben kann, aber darüber haben wir hier schon irgendwo anders gesprochen.

      Falls dieses Thema Dich mehr interessiert, liebe Floke, dann frag einfach. Ich hatte auch immer Schmerzen beim Sex (leider manchmal immer noch), und bei mir hängt es definitv mit dem Beckenbodenmuskel zusammen. Mit Untersuchungen beim Gynäkologen und mit Tampons hatte ich keine Probleme (das sind nämlich für viele wichtige Ausschlusskriterien, aber so ist es eben nicht immer).
      LG
    • Stimmt, Antonia,
      sicher haben die Ärzte ihre Methoden, und wenn alles gut ist, kennen sie sich auch aus.
      Ich denke nur, dass die Grenzen fließend sind. Und ich habe schon von vielen Ärzten gehört, die
      Vaginismus in den Bereich von Sagen und Mythen schieben oder komplett in die Psychoecke.
      Und ein wichtiger Anhaltspunkt für sie ist dabei, ob man zum Beispiel Ängste und Schmerzen bei
      einer Untersuchung hat (wenn es denn überhaupt geht, bei manchen Patientinnen ist die gyn.
      Untersuchung komplett unmöglich). Wenn sie dann hören, dass man auch noch Tampons benutzt,
      schließen die meisten Vaginismus aus. Dass es diesen leichten sekundären Vag. gibt, wissen die meisten
      nicht.
      Und Vestibulitis verstehe ich eigentlich immer noch nicht. Worin unterscheidet es sich von Vulvodynie?
      Ich habe mal von diesem Wattestäbchentest gehört, und davon, dass der Arzt ganz bestimmte
      Schmerzpunkte ausmachen kann. Das heißt aber doch, dass die Schmerzen unabhängig vom GV sind,
      oder?
      Was uns glaube ich alle eint, ist dass diese Erkrankungen meistens eine Vorgeschichte haben.
      Also jahrelange chronische Infektionen, Ungewisseheiten und Ärzte-Odysseen.

      Liebe Floke, könntest Du uns mal berichten, was Dir Dein Arzt über Vestibulitis erzählt hat?
      Worin er die Ursachen sieht und was er Dir noch vorschlägt neben der Botox-Injektion?

      LG, Vabene
    • Die Ärzte geben meistens "dumme Antworten" und nicht immer eine richtige Diagnose. Das blödeste, was ich gehört habe war: "Sie haben Angst vor Schwangerschaft." Ich wollte ihm sagen sein Diplom in die Mülltone zu schmeisen. Ich würde dir empfehlen dich in einem Klinikum untersuchen zu lassen.
      Ich habe über 13 Jahre gewartet bis ein Arzt auf die Idee kam mir ein HPV Test zu machen und der war positiv. Ich wurde ständig überzeugt, das Problem wäre nicht gynäkologisch. Die meisten sagten, es wäre psychisch. Alles Blödsinn!
      Man soll nie aufgeben! Das ist das Wichtigste. Irgendwann wird man Hilfe bekommen. Die Medizin entwickelt sich! Ich hatte immer die Hoffnung, es wird was gefunden und jetzt habe ich erste Ergebnisse, ich weiss wenigstens zu welchem Spezialist ich gehen muss oder zu welchem Klinikum.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Leyla ()

    • Hallo zusammen

      sorry dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. bei mir hat es sicherlich mit den vielen Pilzinfektionen zu tun plus was ich nicht mehr ausschliessen kann ist die Partnerschaft. Da kann ich euch allen wirklich nur raten, geht mal ganz ehrlich hin und überlegt euch ernsthaft ist in euerem Intimleben alles intakt. Denn ich habe mitlerweilen dank meiner Naturärztin eine tolle Therapeutin gefunde, denn die Belastung der Pilzinfektionen sowie dem VVS sind so schlimm, dass man irgendwann nicht mehr damit klar kommt. Wir kommen jetzt der ganzen Sache wirklich langsam auf die Spur. Ich habe mitlerweilen auch einen neuen Partner und und es fühlt sich doch ganz anders an im positiven Sinne :) . Dank einem Allergietest habe ich auch noch rausgefunden, dass ich auf die Betäubungssalbe Lidocain eine Allergie habe, das heisst es hat wohl gar nichts gebracht.

      Was mir nun super hilft ist Ringelblumensalbe und Yamswurzel Salbe. Ich gebe die Hoffnung nicht auf indem ich täglich meine Beckenbodenmuskulatur trainiere und die Salben verwende und auch auf der psychischen Seite weiter komme. Ich glaube mitlerweilen wirklich wieder daran, dass die Schmerzen weggehen können.

      Würde mich freuen von euch zu hören. :thumbsup: