Wenn starke Blutungen überhand nehmen

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  • Wenn starke Blutungen überhand nehmen
    Gerade wenn Frauen in die Wechseljahre kommen, lassen die monatlichenRegelblutungen nicht nach und werden weniger, viele Frauen kämpfen hier mit dem Problem, dass die Blutungen um einiges starker ausfallen. Dies kann sogar so weit führen dass die betroffenen Frauen an diesen bestimmten Tagen nur noch beschränkt oder auch gar nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Doch wie kann Abhilfe geschaffen werden, damit das Leben auch während der Monatsblutung wieder lebenswert wird?


    Hormoneinnahme oder Operation, bei Kinderwunsch nicht geeignet
    Vor allem zu Beginn der Wechseljahre können die starken Blutungen auftreten, aber es gibt durchaus auch jüngere Frauen, die unter dem Problem zu leiden haben. Ist daher auch der Wunsch nach einen Kind vorhanden, dann fallen eineHormontherapie oder eine Operation der Gebärmutter weg. Es gibt in diesen Fällen aber durchaus auch Mittel mit nicht hormonellen Wirkstoffen, die Beschwerden lindern und eine starke Blutung abschwächen können, wie zum BeispielTranexamsäure. Über pflanzliche Mittel und deren Wirkung gibt es bislang jedoch noch keine Studien. Betroffene Frauen, die nicht unter einer Blutarmut aufgrund der starken Regelblutungen leiden, können auch ganz auf Mittel verzichten, wenn sie mit der Blutung ansonsten umgehen können. Wer daher die Möglichkeit hat, an den "schlimmen Tagen" zu Hause bleiben zu können und hier mehr Ruhe zu genießen, der kann auf Medikamente oder andere Behandlungen ganz verzichten. Manche Frauen wünschen sich sogar Bewegung, damit die Beschwerden gelindert werden. Hier muss jede Betroffene jedoch selbst herausfinden, was ihr in dieser Zeit gut tut, Yoga und Entspannung oder extreme Bewegung. Auch durch eine Ernährungsumstellung, bei der Ballaststoffe, Vitamine und Fettsäuren vermehrt aufgenommen werden, soll unter Umständen die starken Blutungen ein wenig abschwächen. Einer folgenden Blutarmut kann mit eisenreichen Nahrungsmitteln, zu denen Hülsenfrüchte, Vollkornbrot, Fleisch und grünes Gemüse gehören, vorgebeugt werden.




    Hormone oder Operation, was hilft im Extremfall?
    Frauen, die mit dem Kinderwunsch abgeschlossen haben und bei denen die starken Monatsblutungen mit dem Beginn der Wechseljahre aufgetreten sind, können auch zu anderen Maßnahmen greifen. Vor allem ist es auch immer das persönliche Empfinden, das hier ausschlaggebend ist, inwieweit eine betroffene Frau mit den starken Blutungen umgehen kann oder will, oder eben auch nicht. So können als erste Alternative Hormonpräparate in Form von der Pille vom Frauenarzt verschrieben werden. Oft werden die Blutungen dann nicht nur regelmäßiger sondern schwächen sich auch wieder ab. Bei Frauen, bei denen zusätzlich zu den starken Blutungen auch vermehrt dicke Klumpen abgehen, versuchen es die Ärzte mit einer Ausschabung der Gebärmutter, um hier die dafür verantwortlichen Polypen oder Myomen von der Gebärmutterschleimhautzu entfernen. Diese Operation wird durch die Scheide oder über den Bauchraum ausgeführt. Ein weiterer Grund für die starken Blutungen kann auch die Gebärmutterschleimhaut sein, die in einem solchen Fall operativ aus der Gebärmutter entfernt wird. Doch da sie nachwächst, ist dies keine Garantie für eine geringere Regelblutung.


    Letzter Schritt, operative Entfernung der Gebärmutter
    Die Entfernung der Gebärmutter durch eine Operation ist für Frauen ein großer Schritt. Hier kommt es vor allem auch auf das Wesen der betroffenen Frau an. So hat die eine bereits ein Leben lang mit einer schmerzhaften und/oder starken Regelblutung zu kämpfen gehabt, die Kinderplanung ist fertig und die Frau hat bereits ein bestimmtes Alter erreicht. In solchen Fällen empfinden es die Frauen nach einer solchen OP häufig als Erleichterung, dass sie sich nun nicht mehr tagelang einschränken müssen. Doch bei einer anderen kann dies ganz anders aussehen. Manche Frauen fühlen sich nach einer solchen Operation nicht mehr komplett und brauchen hier sodann seelische Unterstützung. Gerade auch jüngeren Frauen fällt es schwerer, einen solchen Schritt zu gehen, auch wenn sie bereits Mutter geworden sind, bleibt im Hinterkopf immer der Gedanke "was wäre wenn".

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